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Anträge zu Partizipation und Gleichberechtigung wurden abgeschmettert Anträge zu Partizipation und Gleichberechtigung wurden abgeschmettert 

D: „Partizipation beim Synodalen Weg nicht gewollt“

Die Religionsphilosophin Gerl-Falkovitz beklagte gegenüber der Zeitung „Die Tagespost“ nach Abschluss der ersten Synodalversammlung den Umgang mit Änderungsanträgen und fragte: „Welche Macht lässt bestimmte Mächtige über Macht diskutieren?“

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz betonte, es sei kaum möglich gewesen, Änderungen in die vorab vom Präsidium bestimmte Satzung und Geschäftsordnung einzubringen. Ihr eigener Antrag zu „partizipativer, gleichberechtigter und transparenter Gestaltung des Synodalen Weges“ sei „regelrecht abgeschmettert“ worden, so Gerl-Falkovitz. Mit dem Antrag habe sie sicherstellen wollen, dass auch Personen außerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) oder des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) partizipativ an der Debatte teilnehmen könnten.

„Woelki: nicht jede Meinung ausreichend gehört“

Mangelnde Kommunikation und Intransparenz beklagt die Religionsphilosophin auch mit Blick auf die Zusammensetzung der Synodalforen. Ähnlich kritisch hatte sich bereits der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki am Samstag gegenüber dem „Domradio“ geäußert. Seiner Ansicht nach werde in Frankfurt „nicht jede Meinung ausreichend gehört“, so der Erzbischof von Köln.

(vatican news/tagespost – ck)
 

02 Februar 2020, 13:20