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Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin  (ANSA)

D: Über ökumenische Gemeinden nachdenken

Der lutherische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, hat die Gründung von „ökumenischen Gemeinden“ ins Gespräch gebracht. „Das ist zwar ein ferner Wunsch, aber man kann ihn ja ruhig einmal äußern.“

Das sagte Meister dem Evangelischen Pressedienst (epd). Noch sei unklar, wie solche Gemeinden aussehen könnten, fügte Meister unter Hinweis auf die bestehenden Differenzen „zum Beispiel mit dem Abendmahl“ hinzu.

„Wir brauchen Initiativen, die uns in beiden Kirchen herausfordern“, so der Bischof der größten evangelischen Landeskirche. Es sei „großartig und ermutigend, dass wir hier in Niedersachsen mit unseren katholischen Bischöfen, Franz-Josef Bode in Osnabrück und Heiner Wilmer in Hildesheim, solche möglichen Perspektiven überhaupt bedenken können“.

Bischof Wilmer begrüßt die Anregung

Wilmer begrüßte auf epd-Anfrage die Anregung. „Wie wir in der Seelsorge gemeinsame Wege gehen können, ist eine richtige und wichtige Frage für die Zukunft. Damit werden wir uns in der Ökumene ganz sicher weiter befassen“, sagte der Hildesheimer Bischof.

Meister sprach mit Blick auf seine lutherische Landeskirche von der Hoffnung, „dass wir schon in den nächsten Jahren Anträge von neuen Gemeinden bekommen“, die aufgenommen werden möchten. Er fügte hinzu: „Natürlich wird eine solche Entwicklung, die ich für die nächsten 20 bis 30 Jahre skizziere, für diejenigen unter uns, die wir die Kirche als Institution repräsentieren, erst einmal schwierig und schmerzhaft sein.“

(kna – sk)
 

07 Januar 2020, 10:36