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Franziskus bei seiner Generalaudienz der letzten Woche Franziskus bei seiner Generalaudienz der letzten Woche  (Vatican Media)

„Mahnender Mühlstein“ hat Platz im Vatikan

Ein „Mahnender Mühlstein“, den Vertreter der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen vor einer Woche an Papst Franziskus übergaben, hat nun seinen Platz im Vatikan gefunden.

Der Papst habe entschieden, ihn vor dem Sitz der Päpstlichen Kinderschutzkommission am Largo Giovanni Paolo II hinter der Audienzhalle Paul VI. aufstellen zu lassen. Das sagte Pressesprecher Matteo Bruni auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur. Das 1,4 Tonnen schwere Mahnmal wurde zwischen zwei Pfeilern der Audienzhalle in einem Beet mit Usambara-Veilchen aufgestellt.

Der Stein trägt auf Deutsch den Satz Jesu: „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde“ (Matthäus-Evangelium, Kapitel 18, Vers 6). Übergeben hatte ihn dem Papst eine Initiative mit Sitz im rheinland-pfälzischen Siershahn.

„Das ist stark“

Franziskus sei „tief bewegt und ergriffen“ gewesen, so die Initiative. Sie zitierte ihn mit den Worten: „Das ist stark!“ Der „Mahnende Mühlstein“ war seit 2008 bereits in vielen deutschen Städten zu sehen. Damit solle ein Zeichen gesetzt werden, um Erwachsene an ihre Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Kindern zu erinnern. Vorsitzender der Initiative ist der Sozialpädagoge Johannes Heibel, der sich seit 1993 mit Fällen sexuellen Missbrauchs in Kirche und Gesellschaft befasst.

(kna – sk)
 

05 Dezember 2019, 10:40