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D: Zehn Generalvikare wollen den „synodalen Weg“

Zehn Generalvikare deutscher Diözesen haben in einem gemeinsamen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken beim „synodalen Weg“ grundlegende Reformen der Kirche gefordert. Unterschrieben haben den Brief die Generalvikare der (Erz-)Bistümer Berlin, Essen, Hamburg, Hildesheim, Limburg, Magdeburg, Münster, Osnabrück, Speyer und Trier.

„Wir halten das damit verknüpfte Anliegen einer grundlegenden Reform der Kirche in Deutschland für dringend notwendig, ja für essentiell“, schreiben die Bischofsvertreter in ihrem am Dienstag veröffentlichten Schreiben. Nach „tiefgehenden und ehrlichen Gesprächen“ sei man überzeugt, „dass uns Gottes Wille zu deutlichen Schritten der Veränderung ermutigt“. Im „Weiter-so-Modus“ könne die Kirche ihrem Auftrag nicht gerecht werden. Das betreffe auch die eigene Amtspraxis, so die Generalvikare. Diese werde sich „wesentlich verändern“. Man stehe gemeinsam mit den deutschen Bischöfen für die Umsetzung der Reformbeschlüsse bereit.

Der Brief der Generalvikare richtet sich an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, und Thomas Sternberg, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Das Schreiben solle als „sehr persönliche Positionierung“ und „Ermutigung“ verstanden werden, so die Generalvikare. Man wünsche sich eine Kirche, „in der Pluralität und Diversität erwünscht und erlaubt sind“. Nur eine offene und Vielfalt zulassende Kirche habe die Chance, in der Gesellschaft „wirksam präsent bleiben zu können“.

Die Stellvertreter der jeweiligen Bischöfe treffen sich regelmäßig in informellem Rahmen zu Beratungen über ihre Bistümer sowie über die gesamte Kirche in Deutschland. Bei einem dieser Treffen Anfang September entstand die Idee zum nun vorgelegten Brief.

(kna – mg)

05 November 2019, 13:46