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D: Caritas fordert bundesweite Wohnungsnotfallstatistik

Eine bundesweite Wohnungsnotfallstatistik sowie ein Vorgehen der Politik gegen Leerstand und Spekulation mit Wohnraum fordert der Deutsche Caritasverband. Etwa eine Million Menschen seien in Deutschland ohne dauerhafte Wohnung, Tendenz steigend, erklärten der katholische Wohlfahrtsverband und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAGW) am Dienstag in Berlin.

„Wohnen darf kein Luxusgut werden. Das Problem hat auch die Mitte der Gesellschaft erreicht“, sagte Caritas-Präsident Peter Neher. „Immer mehr Menschen machen die bittere Erfahrung, dass die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung aussichtslos ist.“

Neher präsentierte zehn konkrete Vorschläge, um die Wohnungsnot zu verringern. So sollte unter anderem für 30 Prozent aller Neubauwohnungen eine langfristige Sozialbindung gelten. Leerstand, Spekulation und Zweckentfremdung von Wohnraum müssten gestoppt werden. Kirchen und öffentliche Hand müssten günstiges Bauland zur Verfügung stellen, Zwangsräumungen sollten durch die Übernahme von Mietschulden verhindert werden.

(kna – mg)

10 September 2019, 14:21