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Frauenstreik in der Schweiz Frauenstreik in der Schweiz  (ANSA)

Schweiz: Freiburger Bischöfe danken den Frauen in ihrem Bistum

Das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg hat am Freitag den Tag des nationalen Frauenstreiks zum Anlass genommen, um die Bedeutung der weiblichen Präsenz in der Kirche in Erinnerung zu rufen. Die Diözese betont, dass sie Lohndiskriminierung ablehne. Ein Priester oder ein Bischof erhalte weniger Lohn als eine Pastoralassistentin.

70 Prozent der in der Diözese angestellten Personen seien Frauen, heißt es in der Mitteilung vom Freitag weiter. Den beiden Bischöfe, Diözesanbischof Charles Morerod und Weihbischof Alain de Raemy, sei auch der Zugang von Frauen zu verantwortungsvollen Positionen in der Kirche ein Anliegen.

In der Schweiz fand am Freitag der zweite große nationale Frauenstreik statt – nach 1991. Vor allem in den großen Städten, aber auch auf dem Land gab es Kundgebungen. Die Frauen machen mit bunten Transparenten auf ihre Anliegen aufmerksam. Sie fordern unter anderem höhere Löhne und mehr Mitsprache, auch auf politischer Ebene.

Voten im Vatikan

Beide hätten dies im Vatikan zur Sprache gebracht. Morerod ist Mitglied im Päpstlichen Rat für die Kultur. 2015 habe er dort kritisiert, dass verantwortungsvolle Posten in der römischen Kurie eine (nur Männern vorbehaltene) Bischofsweihe voraussetzen, obschon die Ordination in erster Linie mit einem Dienst verbunden sei.

In der Mitteilung wird auch ein kritisches Votum von de Raemy an der Jugendsynode im Oktober 2018 zur massiven Untervertretung von Frauen an dieser Synode in Erinnerung gerufen.

Umfassenderes Verständnis von Situationen

Nach Ansicht von Morerod ermöglicht die gleichzeitige Präsenz von Frauen und Männern in vielen Fällen ein umfassenderes Verständnis von Situationen. Die beiden Bischöfe danken den Frauen, die in ihrem Bistum wirken, und „erneuern ihre Unterstützung und Anerkennung an diesem 14. Juni“, so die Mitteilung.

(kath.ch – mg)

15 Juni 2019, 13:21