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Auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde 2015 zur Zielscheibe eines Anschlags - hier ein Archivbild vom vergangenen Jahr Auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde 2015 zur Zielscheibe eines Anschlags - hier ein Archivbild vom vergangenen Jahr  (AFP or licensors)

D: Kirchenvertreter besorgt über Morddrohungen gegen Politiker

Der Leiter des Katholischen Büros in Düsseldorf, Antonius Hamers, hat Morddrohungen gegen mehrere deutsche Politiker verurteilt. „Ich glaube schon, dass man das sehr ernst nehmen und insofern da auch darauf reagieren muss“, sagte er dem katholischen Kölner Internetportal „domradio.de“ am Freitag.

Er selbst habe als kirchlicher Vertreter die Möglichkeit, Politikern im Gespräch „Mut zu machen und mit dafür zu sorgen, dass eine geordnete und gute politische Auseinandersetzung stattfindet“.

Hamers zeigte sich überzeugt, dass die „politische Mitte und die politisch Anständigen deutlich machen müssen, dass Gewalt keine Form der politischen Auseinandersetzung ist". Es gehe darum, „politische Auseinandersetzungen mit demokratischen Mitteln" zu führen. Vielen fehle die Einsicht, dass Demokratie auch durch den Kompromiss funktioniere, so Hamers. „Es geht nicht darum, einzig und alleine die eigene Lösung durchzusetzen, koste es, was es wolle. “ Demokratie lebe davon, dass Mehrheiten auf demokratische Art durch Überzeugungen und Argumente gewonnen würden.

Der Geistliche erklärte zudem, man müsse „die beiden politischen Pole rechts und links" zusammenhalten. Bei diesen Menschen solle dafür geworben werden, „dass sie ihre Auseinandersetzungen innerhalb der demokratischen Spielregeln suchen". Die Gesellschaft müsse sich auch mit „abstrusen Meinungen“ politisch auseinandersetzen. „Ich kann nicht einfach sagen, dass bestimmte politische Positionen nicht mehr diskutabel sind, sondern ich muss mich dem stellen und deutlich machen, welche Argumente ich dagegen habe“, so Hamers.

(kna - cs)

22 Juni 2019, 11:21