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Jugend in Deutschland Jugend in Deutschland  (AFP or licensors)

D: „Uns schickt der Himmel“

Es sind schon einige Stunden der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vergangen. Der offizielle Startschuss fiel – begleitet von einem Bühnenprogramm und Musik - am Donnerstag um exakt 17.07 Uhr in Würzburg.

Die bundesweite Aktion steht unter dem Motto: „Uns schickt der Himmel“. Innerhalb von 72 Stunden werden bei dieser Sozialaktion in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“. Die Projekte greifen politische und gesellschaftliche Themen auf und „geben dem Glauben Hand und Fuß“. In ganz Deutschland machen mehr als 81.000 Jugendliche und junge Erwachsene in mehr als 3.300 Gruppen mit. Es ist die zweite bundesweite 72-Stunden-Aktion des BDKJ; die erste war im Jahr 2013.

Im nordrheinwestfälischen Teil des Bistums Münster gibt es dieses Mal rund 5.500 Teilnehmende aus 170 Gruppen. Bischof Felix Genn lobte das Engagement und den Einsatz der Jugendlichen: „Ich halte das für eine starke Aktion, weil so deutlich wird, dass Jugendliche nicht, wie man manchmal vermuten könnte, nur auf dem Ego-Trip sind, sondern sie sich für gute Sachen begeistern lassen, die der Allgemeinheit dienen.“

Zum Nachhören

Bei der Sozialaktion beteiligen sich deutschlandweit rund 81.000 Kinder und Jugendliche. „Tagtäglich macht ihr die Welt mit eurem Engagement ein bisschen besser. In den nächsten 72 Stunden nehmt ihr die Dinge selbst in die Hand und gestaltet unsere Welt als Experten mit“, erklärte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie zum Auftakt. Rund 3.400 Gruppen arbeiten ehrenamtlich für ein soziales Projekt. Das Spektrum reicht von Müllsammeln im Tegernsee über Aktionstage in Seniorenheimen bis hin zur Suppenküche für Obdachlose.

Projektreferentin Julia Wischus vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Münster zieht eine begeisterte Zwischenbilanz.

Engagement macht Welt besser

Der offizielle Schlussakt ist am Sonntag um 17.07 Uhr in Hamm. Die Schirmherrschaft haben Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, übernommen. „Euer Engagement macht unsere Welt besser“, erklärte Giffey in einer Videobotschaft. „Ihr übernehmt Verantwortung und gestaltet mit, was in Deutschland passiert. Und das nicht nur 72 Stunden lang, sondern jeden Tag.“

Persönlich will die Politikerin am Samstag das Familienzentrum „Hafen 17 - Treff für Kinder“ in Kassel besuchen. Marx bezeichnete in seinem Videogruß die Teilnehmer als Vorbilder. Er betonte, „dass unsere Gesellschaft auch gerade von jungen Menschen lebt, die sich für Andere engagieren“. Der Kardinal hat am Freitagnachmittag Aktionsgruppen in München besucht. Während der drei Tage wollen die Aktionsgruppen auch Hilferufe absetzen und damit den Menschen in ihrer Umgebung die Möglichkeit zur Beteiligung an ihrem Projekt geben. Auf www.72stunden.de können Interessierte diese Hilferufe sehen und sich spontan an der Sozialaktion beteiligen.

In allen 27 katholischen Bistümern beteiligen sich zahlreiche Mitgliedsverbände und Jugendorganisationen des BDKJ. Aber auch Schulklassen, nicht-katholische Jugendeinrichtungen und andere Gruppen wollen mitmachen. Bei der ersten bundesweiten 72-Stunden-Aktion im Juni 2013 waren rund 175.000 Kinder und Jugendliche aktiv.

(pm/kna – mg)

25 Mai 2019, 14:43