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D: Bistum Osnabrück will Missbrauchstätern Gehalt kürzen

Priestern, die des schweren Missbrauchs überführt wurden, soll das Gehalt auf 1.000 Euro gekürzt werden.

Die Diözese Osnabrück will Missbrauchstätern im Klerikerstand das Gehalt auf rund 1.000 Euro reduzieren. Das kündigte Diözesansprecher Hermann Haarmann an. Den betroffenen aktiven Priestern und Ruhestandsgeistlichen bliebe somit ein Betrag auf Sozialhilfeniveau. Eine rechtliche Prüfung steht noch aus.

Bisher kaum Sanktionsmöglichkeiten

Bislang hat ein Bischof bei Geistlichen im Klerikerstand wenige Sanktionsmöglichkeiten. So kann er dem Betroffenen öffentliche Gottesdienstfeiern oder den Auftritt als Vertreter der Kirche verbieten.

Dies hatte Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode im Fall eines inzwischen 85-jährigen missbrauchstätigen Priesters aus Merzen getan. Seine Entlassung aus dem Klerikerstand lehnte der Vatikan im Dezember 2018 ab. Jedoch hat sich der Tatbestand zwischenzeitlich verschärft und es läuft ein zweites Ersuchen. Im Fall einer Entlassung aus dem Klerikerstand würden auch alle Zahlungen der Diözese eingestellt.

(kna – ap)
 

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01. März 2019, 15:12