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Archivbild: Papst Franziskus legt weiße Rosen bei Gedenkstelle für die Opfer des Faschismus Archivbild: Papst Franziskus legt weiße Rosen bei Gedenkstelle für die Opfer des Faschismus 

D: NS-Märtyrer gebührend ehren

Die Deutsche Bischofskonferenz hat das neue zweibändige deutsche Martyrologium veröffentlicht. Darin werden die Märtyrer aufgelistet, die im deutschen Sprachraum gewirkt haben. Enthalten sind auch neue Monographien über Mitglieder der NS-Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ sowie über weitere Glaubenszeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Es handelt sich um die siebte, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage des zweibändigen Werkes „Zeugen für Christus“. Gegenüber der vorigen Auflage von 2015 wurde es um zahlreiche Lebensbilder von Märtyrern des 20. Jahrhunderts erweitert, wie Herausgeber Helmut Moll angekündigt hatte. Nunmehr sind annähernd 1.000 Glaubenszeugen in dem Werk erfasst.

Die neue Auflage enthält neue Einträge über Märtyrer, für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren abgeschlossen, eingeleitet oder geprüft wurden. Zudem seien Erkenntnisse neuer Forschungen eingeflossen, die das Bild der Glaubenszeugen schärften und differenzierten, hieß es.

Herausgeber und Autor des im Ferdinand Schöningh-Verlag erschienenen Martyrologiums ist im Auftrag der Bischofskonferenz der Kölner Prälat Helmut Moll. Er gab das Werk erstmals 1999 auf Anregung von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) heraus. Die Publikation ist in vier Kategorien unterteilt: Opfer der NS-Zeit, der kommunistischen Verfolgung, „Blutzeugen“ aus Missionsgebieten sowie Schicksale von Mädchen und Ordensschwestern. Für das Werk haben rund 160 Fachleute Märtyrer-Porträts erarbeitet. Die neue Ausgabe soll Papst Franziskus am 8. Mai als Geschenk überreicht werden.

(kna - mg)

07 März 2019, 12:15