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D: Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe berät über Reformen

Die deutschen Bischöfe werden bei ihrer Frühjahrsvollversammlung im niedersächsischen Lingen diese Woche unter anderem über Zukunftsvisionen von Kirche sprechen.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Bei dem viertägigen Treffen befassen sie sich erneut mit der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Auch geht es um klassische Streitthemen wie den Umgang mit Macht, den Zölibat oder die katholische Sexualmoral. Auf der Tagesordnung steht zudem der Umgang mit populistischen Strömungen und Parteien, etwa der AfD oder Pegida. Weiter wollen sich die Bischöfe zum Thema Frauen in kirchlichen Leitungspositionen äußern und Ergebnisse einer neuen Studie dazu vorstellen.

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Auch Gespräche über Pegida und AfD

Die derzeit 67 Konferenzmitglieder sind Gäste des Bistums Osnabrück, das seit 1995 von Bischof Franz-Josef Bode geleitet wird. Er ist auch stellvertretender Vorsitzender der Konferenz, an deren Spitze der Münchner Kardinal Reinhard Marx steht. Die Bischöfe tagen im Ludwig-Windthorst-Haus, das nach dem Zentrumspolitiker und Reichstagsabgeordneten Ludwig Windthorst (1812-1891) benannt ist.

Opfer in Arbeitsgruppen miteinbeziehen

Die Eröffnungsansprache hielt am Montag Kardinal Marx. Der Münchner Kardinal betonte bei der Pressekonferenz, dass das Thema der Missbrauchsbekämpfung eine große Rolle spielen werde. Externe Beratern und Missbrauchsopfern sollen in den Arbeitsgruppen miteinbezogen werden, so Kardinal Marx. „Wir wollen nicht unter uns diese und andere Themen angehen“, so Kardinal Marx. „Es gibt keinen Weg ohne Konsultation“, sagte Marx am Montagnachmittag bei der Pressekonferenz.

Aber man dürfe nicht die anderen Themen wie Migration oder Europa vergessen. Es soll ein Grundsatzpapier zum Thema Demokratie erscheinen. Dies sei eine ökumenische Initiative, an der seit zwei Jahren gearbeitet werde.

Rolle der Frauen thematisieren

Auch die Rolle der Frauen in der Kirche werde in der Versammlung thematisiert. „Ich habe gelernt in den letzten 20 Jahren, dass es nicht von selben geht“, so Kardinal Marx. Es brauche ein konkretes Engagement und da gehe es nun darum, konkret zu handeln. „Die Hemmnisse bisher waren viele“, sagte Marx und zählte die bisherigen „Ausreden“.

Die Lebensform der Priester werde auch ein Thema sein. „Aber es geht nicht um die simple Frage, ob man für oder gegen Zölibat ist“, so Marx. Es gehöre ein „intensives Hinschauen“ auf die Lebensformen für Priester, erläuterte Marx.

(kna/vatican news)

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11. März 2019, 11:33