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Weihnachtsdekoration in Berlin Weihnachtsdekoration in Berlin  (ANSA)

Pater Mertes: „Homosexuelle Priester haben ihren Platz in der Kirche“

Auch homosexuelle Ordensleute und Priester haben ihren Platz in der Kirche. Das betont der Jesuit Klaus Mertes auf katholisch.de.

In seinem Meinungsartikel weist Mertes darauf hin, dass „viele homosexuelle Ordensfrauen, Ordensmänner und Priester … täglich ihren guten Dienst in der Kirche tun, zum Wohle vieler Menschen und auch der Kirche“. Ihnen „keinen Platz“ in der Kirche zuzuerkennen, ist für den Jesuiten „ein diskriminierender Akt … letztlich gegenüber allen Homosexuellen in der Kirche“.

Wörtlich schreibt Mertes: „Müssen homosexuelle Geistliche ebenso konsequent enthaltsam leben wie heterosexuelle Geistliche? Aber selbstverständlich! Nur: Warum muss man das eigens betonen?“

„Das mit der Homosexualität ist eine sehr ernste Frage“

Zur Frage, ob „die Prüfung von Priesteramts- und Ordensanwärtern strenger werden“ solle, weist der Jesuit darauf hin, dass es offensichtlich in allen deutschen Diözesen homosexuelle Priester und Ordensleute gebe. „Kein diesbezüglich ‚strengeres‘ Verfahren – das ich mir im Übrigen nur als übergriffiges Verfahren vorstellen kann – wird bewirken, dass sich das ändert.“

Mertes reagiert mit seinen Äußerungen auf ein Zitat von Papst Franziskus in einem Interviewbuch, das an diesem Wochenende bekannt wurde. Franziskus hatte gesagt: „Das mit der Homosexualität ist eine sehr ernste Frage, bei der gegebenenfalls von Anfang an mit den Kandidaten (für das Priester- oder Ordensleben) eine (geistliche) Unterscheidung durchgeführt werden muss. Wir müssen da streng sein. In unseren Gesellschaften scheint die Homosexualität fast eine Modeerscheinung zu sein, und diese Mentalität beeinflusst gewissermaßen auch das Leben der Kirche."

(vatican news – sk)

04 Dezember 2018, 12:20