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Bischof Peter Kohlgraf (links) Bischof Peter Kohlgraf (links)  (ANSA)

Mainzer Bischof: Konfessionen sind „unumkehrbar“ verbunden

Nach Ansicht des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf haben die seit dem Reformationsjahr 2017 erreichten Schritte im ökumenischen Dialog dauerhaft Bestand. Das Gedenkjahr zur Reformation habe evangelische und katholische Christen „in einer Weise verbunden, die mir unumkehrbar scheint“, sagte Kohlgraf am Mittwochabend in Mainz beim zentralen Gottesdienst der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau zum Reformationstag 2018.

Im laufenden Jahr habe es zudem ein ökumenisches Ereignis gegeben, das „leider bislang wenig Aufmerksamkeit erfahren“ habe. „Der Vatikan trat im September 2018 erstmals in den Dialog mit einer europäischen, also regionalen, Gemeinschaft von Kirchen ein, der evangelischerseits lutherische, reformierte, unierte und methodistische Vertreter angehören“, sagte Kohlgraf laut Redemanuskript.

Dies sei möglich gewesen, weil die vorausgehenden Konsultationen zwischen der Gemeinschaft evangelischer Kirchen Europas (GEKE) und dem Vatikanischen Einheitsrat „zu dem für sie selbst erstaunlichen Ergebnis führten, dass man in ekklesiologischen Fragen einander näher ist, als man bis dahin angenommen hatte“. Dies sei eine „weitere Brücke zwischen uns Christen“ und „ein gutes Zeichen in einer Welt, in der sonst soziale, politische, geistige Brücken eher einzustürzen drohen“, so Kohlgraf.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung sagte bei dem Gottesdienst, Kirche habe heute die Aufgabe, „Menschen stark zu machen“ und dafür zu sorgen, „dass Schwache nicht ausgegrenzt und verachtet werden“.

(kna – mg)

01 November 2018, 14:16