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Während an vielen Orten Klöster geschlossen werden, geht man in Heiligenkreuz einen anderen Weg und gründet ein neues Kloster. Während an vielen Orten Klöster geschlossen werden, geht man in Heiligenkreuz einen anderen Weg und gründet ein neues Kloster. 

Österreich/D: Sechs „Gründermönche“ nach Neuzelle gesandt

Das niederösterreichische Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wienerwald hat am Montag feierlich sechs „Gründermönche“ zur Wiederbesiedlung des ostdeutschen Klosters Neuzelle ausgesandt.

Nach mehr als einjährigen Planungen gründen die Heiligenkeuzer Mönche dort am 2. September auf Einladung des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt ein Tochterkloster in Form eines Priorats. Im 750. Gründungsjahr von Neuzelle leben dann wieder dauerhaft Zisterzienser in den Klosterbauten. Dort war der Orden in den vergangenen 200 Jahren nicht präsent, nachdem Preußen den Klosterbesitz verstaatlicht hatte.

Die Aussendung der Mönche durch Abt Maximilian Heim erfolgte am Hochfest des Ordensgründers Bernhard von Clairvaux im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamts in der Abteikirche. Der Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck verlas die Aussendungsurkunde. Die Festpredigt im Beisein von Domkapitular Pfarrer Ansgar Florian als Vertreter von Bischof Ipolt hielt Dompropst Jozsef Brenner, leiblicher Bruder des 1957 ermordeten und im Mai 2018 selig gesprochenen ungarischen „geheimen Zisterziensers“, Priesters und Märtyrers Janos Brenner (1931-1957).

Das Priorat im südlich von Frankfurt/Oder gelegenen Neuzelle wird am 2. September im Rahmen einer Diözesanwallfahrt der Diözese Görlitz offiziell kirchenrechtlich errichtet. Im Gepäck haben die sechs Gründermönche auch ein eigens gestaltetes „Aussendungskreuz“, das bei der Feier am Montag in Heiligenkreuz mit der Kreuzreliquie der Abtei gesegnet wurde. Der Neuzeller Filiale von Heiligenkreuz wird Pater Simeon Wester als Prior vorstehen.

(kap – mg)

20 August 2018, 14:56