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Italien: Generalkapitel der Steyler Missionare beginnt in Nemi

Ab kommenden Sonntag werden die Steyler Missionare vier Wochen lang in Nemi bei Rom ihr Generalkapitel abhalten. 130 delegierte Ordensmänner aus allen Erdteilen beraten auf diesem „Mini-Konzil“ über die Zukunft der 6.000 Mitglieder zählenden Ordensgemeinschaft. Am 22. Juni, einen Tag nach der Papstreise nach Genf, werden die Missionare von Franziskus im Vatikan empfangen.

Am 4. Juli wählen die Steyler Missionare nach langer Tradition ihren Generalsuperior. 118 Ordensmänner sind stimmberechtigte Vertreter aus mehr als 80 Ländern der Erde, in denen Steyler Missionare leben und wirken. Dabei lebt kaum einer in dem Land, in dem er geboren wurde.

In internationalen Gemeinschaften zusammenzuleben, ist ein Grundpfeiler der Ordensgemeinschaft. Ihr eigentlicher Name lautet „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“, weil die Bibel einen sehr hohen Stellenwert im Leben und Wirken der Steyler Missionare hat. Weitere 14 Ordensmänner nehmen als Beobachter am Kapitel teil, zwei Steyler Missionsschwestern sind ebenso dabei wie zwei Frauen und zwei Männer aus den Laienorganisationen der Steyler Missionare, darunter eine Vertreterin aus Deutschland.

„Wir spüren das Bedürfnis nach Erneuerung!“

 

„Wir spüren das Bedürfnis nach Erneuerung!“, erklärt der gebürtige Indonesier Paulus Budi Kleden, der als Generalrat in Rom an der Vorbereitung des Generalkapitels intensiv mitwirkte. Da er beinahe 13 Jahre seines Lebens in Österreich, der Schweiz und Deutschland verbrachte, spricht er neben mehreren anderen Sprachen ausgezeichnet Deutsch und kennt die Situation in Europa und weltweit. „Wir wollen unsere Träume fokussieren und konkrete Pläne schmieden, die wir dann konsequent umsetzen“, sieht er als großes Ziel der internationalen Versammlung in Nemi. Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung sind Schwerpunktziele des Ordenswirkens.

“ Wir wollen uns nicht verzetteln ”

„Wir wollen uns nicht verzetteln,“ erklärt Pater Kleden, der viel im Orden und in der Welt unterwegs ist. „Näher bei den Menschen zu sein und eine tiefere Gemeinschaft mit Gott zu leben, hängt zusammen.“ Daher sieht er das bevorstehende Generalkapitel als Frage nach dem spirituellen Fundament des Ordens.

Alle sechs Jahre halten die Steyler Missionare, nach ihrem lateinischen Ordensnamen „Societas Verbi Divini“ auch SVD genannt, ein Generalkapitel ab. Im Jahr 2000 sei der prophetische Dialog als Mission nach außen im Mittelpunkt gestanden, blickt P. Kleden zurück. Im Jahr 2006 konzentrierte man sich auf die Vision als Dialog nach innen. Beim letzten Generalkapitel 2012 sei man in Form eines Aktionsplans der Frage nachgegangen, wie man Mission und Vision in der Praxis zusammenbringt. Nun stehe es an, nach dem spirituellen Fundament zu fragen, damit man sich nicht im Aktionismus verliere.

(pm – mg)

15 Juni 2018, 09:39