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Kardinal Christoph Schönborn Kardinal Christoph Schönborn 

Schönborn: Erwartungen an Priester hoch und zwiespältig

Im Wiener Stephansdom hat Kardinal Christoph Schönborn am Samstag fünf Männer zu Priestern geweiht. In seiner Ansprache betonte der Wiener Erzbischof, dass die Erwartungen der Gesellschaft an die Priester heute „hoch und zwiespältig“ seien.

Priester sollten ein hohes Ideal verkörpern, dabei würden bei Priestern aber „alle Schwächen angeprangert“. Doch Jesus habe einen anderen Maßstab. „Nur eines erwartet er von seinen Aposteln: Dass sie ihm vertrauen“, so Schönborn.


Von Ignatius von Loyola lernen

 

Er erinnerte an den Entschluss des Ignatius von Loyola, die Gesellschaft Jesu – „Jesuiten“ - zu gründen. Ignatius habe zuvor in Rom eine Vision gehabt, in der er sich als Armen und Geschwächten vor dem Thron Gottvaters und vor Jesus gesehen und die Stimme gehört habe: „Ich will, dass du Uns dienst“.

Ignatius habe in dieser Vision den Auftrag erhalten, „sich Gott zuzugesellen“, so der Kardinal. Dass sich Ignatius als Armer und Schwächlicher gesehen habe, erinnere daran, dass Jesus „in seine ‚Compania‘ nicht die Besten erwählt hat“.

So habe ihn Petrus sogar verleumdet. „Aber Jesus schämt sich nicht seiner Jünger, er verzeiht ihnen“, hob der Wiener Erzbischof hervor.

Für immer mit Jesus befreundet sein

 

Für das Leben als Priester werde, wenn der Dienst zu bloßer Routine zu werden drohe, deshalb die Erinnerung an die Freundschaft wichtig sein, die Jesus angeboten habe.

(kap – ms)

16 Juni 2018, 13:45