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D: Kardinal Koch sagt Termin wegen umstrittenen Neupriesters ab

Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch hat seine Teilnahme am Fatimatag im Bistum Würzburg abgesagt. Der Grund: Auch ein umstrittener Eichstätter Neupriester wird dort sein. Der war vor fünf Jahren wegen KZ-Witzen aufgefallen.

Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Kurt Koch, hätte an der Feier am 13. Mai in Retzbach im Bistum Würzburg teilnehmen sollen. Die Absage bestätigte ein Sprecher des Bistums Würzburg am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). An dem Gottesdienst sollte auch ein jüngst in Eichstätt geweihter, umstrittener Neupriester präsent sein und dort den Einzelprimizsegen spenden. Dies habe Kardinal Koch zur Absage des Termins veranlasst.

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hatte den 30-jährigen Franken aus dem Erzbistum Bamberg am 21. April zum Priester geweiht. Vor fünf Jahren war dieser nach einer Untersuchung antisemitischer Vorfälle aus dem Würzburger Priesterseminar entlassen worden, weil er KZ-Witze erzählt und Adolf Hitler parodiert hatte. Im Bistum Eichstätt erhielt er eine zweite Chance; vor Journalisten bekundete er Reue über die Vorfälle, sprach von „Bockmist“ und bat die dadurch von ihm verletzten Menschen um Verzeihung. Er sei weder Antisemit noch Ausländerhasser oder Rechtsradikaler und habe inzwischen viel dazugelernt.

(kna - mg)

29 April 2018, 16:09