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D: Woelki warnt Kirche vor Geltungssucht

Kardinal Rainer Maria Woelki warnt die Kirche vor „Geltungssucht und Machtstreben“.

Auch die Kirche könne Versuchungen erliegen und der Selbstsucht verfallen, sagte der Kölner Erzbischof am Dienstag in einer Predigt beim Auftakt der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Ingolstadt.

Erneuerung für jeden Einzelnen, aber auch für die Kirche als Ganzes sei nur möglich, wenn man sich Gott zuwende. Diese Entscheidung zu treffen falle allerdings nicht immer leicht.

„Versuchung, so etwas gibt es. Wir kennen so etwas nicht nur aus unserem eigenen Leben. Sogar Jesus kennt das.“

Jesus mache aber auch vor, wie man Versuchungen widerstehe.

„Er hat sich am Vater festgehalten und ist so sich selbst und seiner Sendung zu den Menschen treu geblieben. Er hat sich durchgekämpft durch den schönen Schein, dass er mehr gelte, wenn er nur Gott absage und eigenmächtig sein Leben lebe. Jesus hat sich für den Gehorsam entschieden und ist von da aus zu den Menschen gegangen.“

Gerade die Fastenzeit vor dem Osterfest lade zu dieser Reflektion ein, so Kardinal Woelki.
„So ist das mit uns und mit der Kirche. Deshalb heißt es mit Blick auf die Versuchung des Herrn für uns als Getaufte wie auch für die Kirche als Ganze: sich nicht verführen zu lassen durch Geltungssucht und Machtstreben, sich nicht versuchen zu lassen, in dieser Welt glänzen zu wollen.“

(domradio – fh)
 

20 Februar 2018, 11:02